10. September 2024
Erika Koller aus Appenzell liess ein altes, fast schon vergessenes Instrument – die Zither – mit seinem weichen, sanften Klang wieder aufleben.
Im Duett mit Ursula Bolliger trat sie beim Club 60plus Herisau und Umgebung am ersten Anlass nach der Sommerpause auf. Mit dabei waren Bettina Kern an der Harfe und Barbara Inauen am Kontrabass.
Die Zither wurde im 15. Jahrhundert von einem Schweizer, Thomas Platter, erfunden. Gemäss Aufzeichnungen habe er in seiner Jugend Saiten auf eine Schindel gezogen, einen Steg darunter angebracht und die Saiten mit den Fingern angerissen. Der Grund für seinen Erfindergeist war sehr einfach und nachvollziehbar: Er wollte seiner Angebeteten ein Ständli bringen. Im Appenzellerland stand früher fast in jedem Bauernhaus eine Zither. Sie wurde das Instrument der armen Leute genannt.
Die vier Musikerinnen boten ein reich gefächertes Programm und wurden ihrem Motto «Saitenklänge sind Seelenbalsam» absolut gerecht. Die Club-Mitglieder erhielten ein Textblatt und konnten immer wieder bekannte Weisen mitsingen.
Das Angebot an die Anwesenden, der Zither und der Harfe harmonische Töne zu entlocken, wurde rege und mit grossem Interesse genutzt. Alle stellten fest, so einfach ist das nicht.
Zum Abschluss erklang das Dankeschön-Rugguserli, obwohl, zu danken hatten die Zuhörerinnen und Zuhörer.